Rassenausschlüsse und Zuschläge

Der Besitz und die Haltung einer Rassekatze sind mit deutlich höheren Kosten verbunden, als die Haltung einer gewöhnlichen Hauskatze oder Mischlingskatze. Dies beginnt bereits bei der Anschaffung, da eine Rassekatze nicht einfach aus dem Tierheim oder aus einem privaten Haushalt geholt werden kann. Die Kosten für eine Rassekatze bei der Anschaffung sind enorm. Zudem verursachen Rassekatzen ihr ganzes Leben lang deutlich höhere Kosten als andere Vierbeiner. Aufgrund der Züchtung und rassebedingten Gegebenheiten sind diese Katzenarten in der Regel anfälliger für akute und chronische Krankheiten. Zudem ist aufgrund des Wertes des Tieres die Vorsorge und die Erhaltung des Gesundheitszustandes immens wichtig. Dies ist insbesondere bei Katzenzüchtern der Fall, da hier der Zuchterfolg und somit die Ausübung der Tätigkeit vom Gesundheitszustand des geliebten Vierbeiners abhängen.

Doch nicht nur für den Katzenbesitzer ist die Gesunderhaltung einer Rassekatze mit wiederkehrenden und hohen Kosten verbunden, sondern auch für die versichernden Gesellschaften. Die Katzenkrankenversicherung und die Operationskostenversicherung für Rassekatzen sind aufgrund der statistischen Ermittlungen der Versicherungsgesellschaften häufig mit einem Zuschlag auf den geforderten Beitrag verfügbar. Gleichzeitig aber können Züchter vom Vorgehen der Versicherungsgesellschaften durchaus profitieren. Hier werden gesonderte Tarife angeboten, die dann nicht mehr auf die private Katzenhaltung sondern auch die gewerbliche Katzenzucht ausgelegt sind. Die Versicherer lehnen es nicht generell ab eine bestimmte Rasse zu versichern, aber sie haben hier strengere Kriterien.

Risikoeinstufung und Beitragsanpassung

Siamesische Katze

Eine Rassekatze wird von einigen Versicherungsgesellschaften nur mit einer Beitragsanpassung versichert. Wie hoch der Zuschlag für die jeweilige Rasse ist, ist anbieterabhängig. Zudem behalten sich die Versicherungsgesellschaften vor, bei der Katzenkrankenversicherung und der Operationskostenversicherung das Eintrittsalter für bestimmte Rassen herabzusetzen. Dann wird aus dem Regelalter von sieben bis acht Jahren ein Höchsteintrittsalter von vier oder fünf Jahren. Die Einteilung bei der Tarifierung erfolgt meist in Gruppen. Unterschiede bestehen dann zwischen Rassekatzen, Wohnungskatzen und den sogenannten Freigänger Katzen. Züchter können Sondertarife für Rassekatzen in Anspruch nehmen, in denen dann rassebedingte Vorerkrankungen und in Zusammenhang mit der Zucht stehende Operationen und Erkrankungen abgedeckt werden können. Ein genereller Ausschluss einer bestimmten Rasse wird nicht vorgenommen, hier ist bei den anbietenden Versicherungsgesellschaften keine Klausel aus den gültigen Versicherungsbedingungen zu entnehmen. Mit Zuschlägen müssen Besitzer der Rassen Siam, Perser und Maine Coone aber durchaus rechnen. Weitere Rassen können bei allen Versicherungen auf Anfrage mit einer Katzenkrankenversicherung oder Operationskostenversicherung ausgestattet werden. Dann erfolgt eine individuelle Beitragsberechnung einschließlich der Zuschläge aufgrund der Rasse und eventueller Risikofaktoren.