Wartezeiten für die Kostenübernahme

Alle Versicherer legen bei der Katzenkrankenversicherung und bei der Operationskostenversicherung unterschiedliche Wartezeiten fest. Die Wartezeit beginnt mit dem Tag des Versicherungsabschlusses. Vom Zeitpunkt des Vertragsbeginns bis zur vollständigen Erfüllung der vereinbarten Wartezeit ist die Versicherungsgesellschaft nicht zur Leistungserbringungen laut den Versicherungsbedingungen verpflichtet. Wer also davon ausgeht, dass eine Katzenkrankenversicherung kurzfristig abgeschlossen werden kann, der ist hier klar im Irrtum.

Kurzfristige Kostenübernahme ausgeschlossen

Wartezeiten bis zur Kostenübernahme

Es ist aufgrund der festgelegten Wartezeiten nicht möglich, die Versicherung abzuschließen und eine bereits geplante Behandlung oder Operation auf Kosten der Versicherung innerhalb der Wartezeit durchführen zu lassen. Die Versicherungsgesellschaften fordern zudem beim Antrag auf die Katzenkrankenversicherung oder Operationskostenversicherung häufig das Ausfüllen eines mehr oder weniger umfangreichen Bogens. Hierbei müssen dann alle chronischen Erkrankungen, Vorerkrankungen und akute Erkrankungen wahrheitsgemäß angegeben werden. Zudem können die Versicherungsgesellschaften auch auf einem Attest vom Tierarzt bestehen um hier die Angaben durch den Versicherungsnehmer zu überprüfen und eine Risikoeinstufung vorzunehmen. Erfolgen die Angaben zum Zustand der Katze nicht wahrheitsgemäß, kann die Leistung auch nach dem Erfüllen der Wartezeit vollständig verweigert oder aber reduziert werden. Unter Umständen ist dann sogar der Versicherungsvertrag für die Katzenkrankenversicherung oder die Operationskostenversicherung aufgrund der falschen Angaben nichtig und die Police erlischt vollständig.

Anbieterabhängige Wartezeiten

Die Wartezeiten bei der Katzenkrankenversicherung mit und ohne Operationskostenschutz sind anbieterabhängig. Generell aber liegt die Zeit der nicht vorhandenen Kostenübernahme zwischen 30 und maximal 90 Tagen. Nur wenige Versicherer legen diese Wartezeit auf 90 Tage oder gar mehr fest. Innerhalb der Wartezeit werden aber durch die Mehrzahl der Gesellschaften bereits grundlegende Leistungen erbracht und somit ein Teil der Kosten übernommen. Tierhalter können in Abhängigkeit von den Versicherungsbedingungen die Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen wahrnehmen und erhalten bereits innerhalb der vertraglich vereinbarten Wartezeit die Kostenerstattung abzüglich einer eventuell vereinbarten eigenen Beteiligung bei Rechnungseinreichung.

Kostenübernahme bei Notfallbehandlungen

Im Notfall kommen aber alle Versicherungen für die entstehenden Kosten auf. Hat das frisch versicherte Tier einen Unfall und benötigt ärztliche Hilfe in Form der Behandlung oder gar einem chirurgischen Eingriff, dann entfällt die vertraglich vereinbarte Wartezeit umgehend. Die Kosten für die Unfallhilfe und die anfallenden Behandlungskosten im Nachgang werden bereits innerhalb der Wartezeit soweit von der Versicherung übernommen, wie es in den Versicherungsbedingungen hinterlegt ist. Abhängig von den vertraglichen Vereinbarungen muss der Versicherungsnehmer innerhalb der Wartezeit dann entweder eine vereinbarte Selbstbeteiligung erbringen oder die Gesellschaft kommt hier für alle Kosten in Verbindung mit dem Unfall, der Behandlung und der Operation auf. Die Wartezeiten der Operationskostenversicherung und der Katzenkrankenversicherung mit Vollschutz oder reinem Krankheitsschutz unterscheiden sich nicht. Die Versicherungsgesellschaften setzen hier grundlegende Wartezeiten von mindestens 30 Tagen und maximal 90 Tagen fest. Versicherungspolicen ohne Wartezeiten sind nicht verfügbar.