Reine Krankenversicherung für Katzen

Die Versicherungsgesellschaften und insbesondere die auf Tierversicherungen spezialisierten Anbieter bieten für jeden Bedarf eine Versicherungspolice an. Katzenbesitzer können daher für ihren Vierbeiner eine reine Krankenversicherung abschließen. Diese beinhaltet dann keinen Schutz und somit keine Leistung bei einer Operation und den dabei anfallenden Behandlungskosten, tierärztlichen Gebühren und den Kosten für den stationären Aufenthalt. Daher sind reine Krankenversicherungen ohne den sogenannten OP Schutz in der Regel mit einem günstigeren Beitrag ausgestattet, als die umfassende Katzenvollversicherung mit einer Deckung bei den OP Kosten.

Tierärztliches Honorar

Tierkrankenversicherung

Anbieterabhängig kann bei der reinen Krankenversicherung für die Katze aber eine teilweise oder vollständige Kostenübernahme bei einem Aufenthalt in der Tierklinik durchaus abgedeckt sein. Dies ist aber dann nur für einen stationären Aufenthalt in Folge einer Krankheit oder einer Verletzung gegeben, wenn diese nicht in Zusammenhang mit einem chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose steht. Die Katzenkrankenversicherung ohne OP Deckung übernimmt alle anfallenden Kosten für tierärztliche Behandlungen infolge von Krankheit oder Verletzung. Zudem sind die anfallenden Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, Wurmkuren und Impfmaßnahmen in der Regel in voller Höhe erstattungsfähig. Ausschlaggebend ist hier die Vereinbarung im Bereich der Kostenübernahme laut der Gebührenordnung. Meist weisen die Policen eine Kostenübernahme in der bis zur zweifachen Höhe des tierärztlichen Honorars aus. Nur sehr wenige Versicherer übernehmen einen dreifachen Satz. Wenn aber eine reine Katzenkrankenversicherung mit dem dreifachen Satz der Gebühren angeboten wird, ist dies insbesondere bei Notfallbehandlungen oder dringenden Behandlungen am Wochenende, an Feiertagen und in der Nacht vorteilhaft. Auch an Feiertage erfolgt eine Abrechnung zum erhöhten Satz, so dass hier eine entsprechende Deckung vorhanden sein sollte. Eine reine Katzenkrankenversicherung mit der Kostendeckung für den einfachen Gebührensatz ist in der Regel zwar sehr günstig, deckt aber häufig nicht die anfallenden Kosten bei einer notwendigen Behandlung.


Kostenerstattung

Die Mehrzahl der Policen für die Katzenkrankenversicherung beinhaltet die volle Kostenübernahme für ärztlich verordnete Medikamente. Verbandsmittel oder Hilfsmittel aufgrund einer Krankheit oder Verletzung sind im Umfang der Versicherung integriert. Über die Versicherungsbedingungen ist eine Kostenerstattung von 80 – 100 % der Normalfall. Abgeschlossen werden kann die Police wahlweise mit oder ohne Selbstbeteiligung. Der Schutz durch die Katzenkrankenversicherung ist anbieterabhängig nicht nur auf den deutschen Raum beschränkt. Die Mehrzahl der Policen bietet auch bei einer Reise oder bei einem längeren Auslandsaufenthalt noch eine ausreichende Versicherungsleistung. In Abhängigkeit vom Versicherungsträger ist der Auslandsschutz sogar weltweit oder europaweit gegeben und bleibt für einen Zeitraum von zwei bis sechs Monaten bestehen.

Verfügbarkeit

Die Katzenkrankenversicherung ist für Katzen jeder Rasse abschließbar. Generelle Ausschlüsse einzelner Rassen gibt es bei der Krankenversicherung nicht. Besitzer von Rassekatzen müssen aber unter Umständen mit leicht erhöhten Beiträgen aufgrund der Anfälligkeit der Rasse rechnen. Einige Versicherer unterscheiden hier auch nach Wohnungskatzen und sogenannten Freigänger Katzen. Freigänger Katzen bergen ein erhöhtes Risiko bezüglich Unfällen und Verletzungen. Gleichzeitig aber bieten die Versicherer bei der Katzenkrankenversicherung die Möglichkeit der Beitragsreduzierungen, wenn mehrere Tiere versichert werden. Hier können Nachlässe zwischen 10 und 15 % erwirkt werden. Der Nachwuchs einer versicherten Katze muss nicht direkt mit einer eigenen Police ausgestattet werden. Da das Aufnahmealter meist bei sechs bis acht Monaten liegt, sind Jungtiere in der Versicherungspolice des Muttertiers oftmals bereits enthalten.