Begrenzte Kostenübernahme je Versicherungsfall und Versicherungsjahr

Im Bereich der Eingrenzung der Leistungspflicht und der Erstattungsgrenzen sind die Anbieter für Katzenkrankenversicherungen, Operationskostenversicherungen und kombinierten Vollversicherungen sehr einfallsreich.

Unterschiede bei der Kostenübernahme und Erstattungsgrenze


Für den Versicherungsnehmer bedeutet die begrenzte Kostenübernahme je Versicherungsfall oder aber je Versicherungsjahr unter Umständen einen nicht unerheblichen eigenen Anteil an den Tierarzt- und Tierklinikkosten. Ist die Kostenübernahme pro Versicherungsfall auf einen sehr geringen Betrag begrenzt, kann eine notwendige Operation im Notfall oder ein Aufenthalt in der Tierklinik schnell das von der Versicherung vorgegebene Budget sprengen. Ebenso verhält es sich bei einer jährlichen Einschränkung der Kostenübernahme. Hierbei ist dann wiederum entscheidend, ob die Kosten und Rechnungen für die im Leistungsumfang enthaltene Grundvorsorge und die ärztlich verordneten Arzneimittel in den Höchstleistungsgrenzen eingerechnet werden oder ob diese hier keinen Einfluss haben. Selbst wenn keine eigene Beteiligung im Versicherungsfall vereinbart ist, kann diese mit dem Erreichen oder Überschreiten der Höchsterstattungsgrenze schnell fällig werden. Ist die Höchsterstattungsgrenze bei einer Rechnung oder aber innerhalb eines Jahres überschritten, erfolgt keine weitere Kostenübernahme durch die Versicherungsgesellschaft.

Kontinuierliche Erhöhung der Übernahmegrenzen

Gleichzeitig bieten die Versicherungsgesellschaften aber eine kontinuierliche Erhöhung der Grenze an. Wer innerhalb eines Versicherungsjahres keine Ansprüche an seine Katzenkrankenversicherung geltend macht, kann hier von einer Erhöhung profitieren. Insbesondere wenn die Rechnung den eigenen Anteil nur geringfügig übersteigt, sollte die Einreichung der Rechnung überdacht werden. Wird die Krankenversicherung nicht in Anspruch genommen, kann die Erstattungshöhe im darauf folgenden Versicherungsjahr eine deutliche Verbesserung der Versicherungsleistung darstellen. Die Policen der Versicherer weisen hier sehr unterschiedliche Grenzen der Kostenübernahme auf. Diese können bei einem genauen Vergleich zwischen 300 Euro je Versicherungsjahr und bis zu stolzen 4.000 Euro je Versicherungsjahr schwanken. Bei Katzenkrankenversicherungen mit einer sehr niedrigen Grenze wird ein entsprechend günstigerer Beitrag berechnet. Versicherer nehmen bei der Erstattungsgrenze dann aber die Kostenübernahme in Folge von Unfällen oder bei chirurgischen Eingriffen aus. Diese werden trotz der eingeschränkten Erstattungsfähigkeit dann in voller Höhe übernommen. Die Erhöhung der Kostenübernahme pro Jahr ist anbieterabhängig und erfolgt nur dann, wenn die Katzenkrankenversicherung in keiner Form in Anspruch genommen wird.

Maximal können die Versicherer hier mit einer Steigerung von 100 Euro für jedes Versicherungsjahr ohne Erstattung aufwarten. Einige Policen sind nicht nur mit einer Übernahmegrenze pro Versicherungsjahr ausgestattet, sondern zudem in der Höhe der einzelnen Versicherungsfälle eingeschränkt. Hierbei wiederum liegen die Grenzen für ambulante Behandlungen bei Summen zwischen 600 und 800 Euro. Bei chirurgischen Eingriffen unter Narkose steigen die Höchstgrenzen dann auf Summen zwischen 800 Euro und 3.000 Euro. Die maximale Höhe der Kostenübernahme für stationäre und für ambulante Behandlungen innerhalb eines Versicherungsjahres oder aber bei jedem einzelnen Versicherungsfall und einer eingereichten Rechnung ist eine wichtige Grundlage beim Vergleich der angebotenen Katzenkrankenversicherungen.