Unterbringung in der Tierklinik und chirurgische Eingriffe

Obwohl die Vorsorgeuntersuchungen und die gesamte Grundversorgung eines vierbeinigen Haushaltsmitglieds im Laufe der Jahre mit einer beträchtlichen Summe zu Buche schlagen, gibt es hier noch einen weitaus kostenintensiveren Posten. Eine stolze Rechnung kommt auf den Besitzer der Katze dann zu, wenn diese aufgrund einer Krankheit oder einer Verletzung die Unterbringung in der Tierklinik und chirurgische Eingriffe benötigt werden.


Wird hier eine reine Katzenkrankenversicherung ohne jegliche Deckung bei Operationen und stationären Unterbringungen abgeschlossen, muss der Tierhalter die gesamte Rechnung selbst tragen. Generell besteht aber die Möglichkeit, die Police der Katzenversicherung als reine Versicherung zur Kostenübernahme bei Unterbringung in der Tierklinik und chirurgischen Eingriffen abzuschließen. Weitaus sinnvoller ist aber die Kombination der Krankenversicherung mit einem integrierten OP Schutz. Dann sind alle Kosten in Verbindung mit dem stationären Aufenthalt und dem Eingriff wirklich ausreichend abgedeckt. Dennoch gibt es bei allen Policen der Katzenkrankenversicherung grundlegende Leistungseinschlüsse, die der Versicherungsnehmer vor der Beantragung unbedingt beachten sollte. Die Kosten für eine Sterilisation oder eine Kastration werden in der Regel weder von der Vollversicherung noch von der Operationskostenversicherung gedeckt. Diese Art von Eingriff kann nur dann in voller Höhe oder zumindest anteilig geltend gemacht werden, wenn eine zwingende medizinische Notwendigkeit vorliegt. Auch hier gilt es aber, die Kostenübernahme im Ausnahmefall zwingend vor dem Eingriff mit der zuständigen Versicherungsgesellschaft abzuklären. Ein weiterer Ausnahmefall ist der Eingriff zum Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes. Wird diese Einschränkung bei der Unterbringung in der Tierklinik und chirurgische Eingriffen in Kauf genommen, fällt im Gegenzug die Erstattung durch die Versicherung bei allen anderen stationären Behandlungen, Tierklinikaufenthalten und Eingriffen unter Narkose umso höher aus. Meist ist dann sogar die volle Erstattungsfähigkeit gegeben, ohne dass eine eigene Beteiligung geleistet werden muss oder eine Höchststumme je Versicherungsjahr oder Eingriff vereinbart wird.

Gebührensatz beachten

Policen dieser Art sind für Katzenbesitzer ratsam, da die Kosten für die Sterilisation oder Kastration leichter aus eigenen Mitteln zu tragen sind, als die Kosten für einen Notfalleingriff und einen längerfristigen Klinikaufenthalt der Katze. Wie auch im Bereich der Kostenübernahme für ambulante Behandlungen sollten Tierbesitzer hier die Höhe des erstattungsfähigen Gebührensatzes zwingend beachten. Bei Operationen in Tierkliniken oder im Notfall kann schnell ein zweifacher oder dreifacher Satz der ärztlichen Gebührenordnung gefordert werden. Eine mögliche Einschränkung ist hier die Festlegung einer Erstattung von entweder 100 % der Rechnung oder bis zum zweifachen Gebührensatz. Die Mehrzahl der Versicherungspolicen enthält bei der Übernahme von Kosten für chirurgische Eingriffe unter Narkose und bei der Unterbringung in der Tierklinik mindestens den zweifachen Gebührensatz. Der Zeitraum der Kostenübernahme bei einem stationären Aufenthalt oder bei den Vor- und Nachbehandlungen in Zusammenhang mit einem Eingriff ist stets vom Versicherungsanbieter abhängig.

Enthaltene Zusatzleistungen

Nahezu alle Operationskostenversicherungen und Krankenversicherungen mit OP Schutz übernehmen die Kosten für die Voruntersuchung und die Diagnostik vor einem Eingriff. Der Aufenthalt in der Tierklinik ist in der Regel nicht unbegrenzt erstattungsfähig. Häufig findet man hier die Einschränkung, dass die Klinikkosten und die Nachbehandlungskosten bei der Unterbringung für einen Zeitraum von maximal 10 Tagen voll erstattungsfähig sind. Bei der Operationskostenversicherung für Katzen ist es möglich, den Geltungsbereich weltweit zu vereinbaren. Dann werden auch stationäre Aufenthalte im Ausland und eventuell notwendige Eingriffe durch einen Tierarzt oder eine Klink im Urlaubs- und Reiseland übernommen.