Erhöhte Kostenübernahme bei Nichtinanspruchnahme

Die sogenannte erhöhte Kostenübernahme bei der Nichtinanspruchnahme der Versicherungsleistung kann in Bezug auf die Katzenkrankenversicherung oder die reine Operationskostenversicherung mit der Beitragsrückerstattung der privaten Krankenkassen verglichen werden. Werden bei der privaten Krankenkasse keine Leistungen geltend gemacht und keine Rechnungen für Behandlungen und Medikamente eingereicht, erfolgt die Rückerstattung von bis zu drei Monatsbeiträgen oder mehr. Eine Rückerstattung von bereits für das Versicherungsjahr entrichteten Beiträgen ist aber durch die Anbieter der Katzenkrankenversicherung mit und ohne Operationsdeckung nicht vorgesehen und wird generell nicht durchgeführt.

Erhöhte Kostenübernahme bei Erstattungsverzicht

Dennoch können Versicherungsnehmer einen Vorteil erreichen, wenn sie aufgrund der geringen Höhe oder einfach aufgrund einer vertraglich vereinbarten eigenen Beteiligung im Versicherungsfall auf die Kostenübernahme durch die Katzenkrankenversicherung verzichten. Hierbei ist es durchaus ratsam, eine erhöhte Kostenübernahme bei der Nichtinanspruchnahme der Versicherungsleistung und den zu entrichtenden Selbstbehalt oder die Höhe der bereits vorliegenden Tierarztrechnung gegenüberzustellen und den Nutzen genau abzuwägen. Die erhöhte Kostenübernahme bei der Nichtinanspruchnahme der Versicherungsleistung bedeutet für das folgende Versicherungsjahr eine deutliche Anhebung der von der Versicherungsgesellschaft festgelegten Höchsterstattungsgrenze. Hierbei gilt die erhöhte Kostenübernahme dann sowohl für die Einreichung und Erstattung von ambulanten Kosten als auch für die Belege für einen operativen Eingriff und die Übernahme von Unterbringungskosten in der Tierklinik.

Erhöhte Kostenübernahme auch bei Grundversorgung und Notfall möglich

Häufig gewähren die Gesellschaften die erhöhte Kostenübernahme bei der Nichtinanspruchnahme der Versicherungsleistung auch dann, wenn Rechnungen eingereicht werden. Dies ist dann der Fall, wenn die Rechnungen aufgrund eines Unfalls oder eines Notfalls von der Anrechnung auf die Erstattungsgrenzen ausgenommen sind. Weitere Ausnahmefälle sind bei einigen Anbietern der Katzenkrankenversicherung die anfallenden Kosten für die Grundvorsorge einschließlich der Impfungen. Den Versicherern ist an einem gesunden Tier gelegen, da dieses auch mit einem steigenden Alter weniger Kosten verursachen wird. Daher kann bei Einreichung von Rechnungen dieser Art dennoch die erhöhte Kostenübernahme bei der Nichtinanspruchnahme der Versicherungsleistung gewährt werden. Die genauen Bedingungen in Bezug auf die dennoch erstattungsfähigen Rechnungen ohne Einfluss auf die erhöhte Kostenübernahme bei der Nichtinanspruchnahme der Versicherungsleistung sind den Versicherungsbedingungen des Anbieters der Katzenkrankenversicherung zu entnehmen. Bei Unsicherheiten sollte eine kurze Rücksprache erfolgen, so dass die Erhöhung der Übernahme nicht gefährdet wird. In der Regel beträgt die erhöhte Kostenübernahme bei der Nichtinanspruchnahme der Versicherungsleistung eine pauschale Steigerung von 100 Euro für jedes Versicherungsjahr ohne Leistung.