Leistungsausschlüsse der Versicherer

Auch wenn die angebotenen Policen für die Katzenkrankenversicherung und die Operationskostenversicherung einen beträchtlichen Leistungsumfang aufweisen, gibt es immer wieder Ausschlüsse und Einschränkungen.
Diese sind zum einen zwar von der versichernden Gesellschaft abhängig, aber die meisten Anbieter der Katzenkrankenversicherung und der Operationskostenversicherung schließen die gleichen Gegebenheiten aus. Dies betrifft sowohl die Erstattung bei ambulanten Behandlungskosten als auch die Erstattung von Kosten bei einem operativen Eingriff und der darauf folgenden Unterbringung in der Tierklinik. Die Leistungsausschlüsse der Versicherer sind ganz klar und eindeutig in den jeweils aktuell gültigen Versicherungsbedingungen geregelt. Für den Versicherungsnehmer sind die Leistungsausschlüsse der Versicherer gleichbedeutend mit einer nicht verfügbaren Kostenerstattung. Alle von den Versicherern ausgeschlossenen Krankheiten, Verletzungen oder einfach Gegebenheiten verursachen zwar Kosten durch den Tierarzt oder die Tierklink, aber die Katzenkrankenversicherung oder die Operationskostenversicherung wird weder voll noch anteilig dafür aufkommen. Zusatzversicherungen um die Leistungsausschlüsse der Katzenkrankenversicherer dennoch zu decken gibt es weder bei allgemeinen Versicherungsgesellschaften noch bei Spezial- und Tierversicherern.

So unterschiedlich die Versicherungsbedingungen, die Versicherungsbeiträge und die möglichen Serviceleistungen zwischen den einzelnen Anbietern sind, so einig sind sich gleichzeitig alle Gesellschaften bei der Festlegung der die Leistungsausschlüsse. Ausnahmeregelungen für die die Leistungsausschlüsse der Versicherer gibt es generell nicht. Auch auf eine gezielte Anfrage hin oder einen gesonderten Antrag auf die Leistungserbringung wird keine Kostenerstattung durchgeführt, wenn dieser Fall in den Versicherungsbedingungen festgelegt ist und die Gesellschaft so von der Leistungspflicht entbindet. Bei dem Antrag auf die Katzenkrankenversicherung muss entweder ein ärztliches Attest vorgelegt werden oder aber ein Fragebogen zum Gesundheitszustand und zu Vorerkrankungen der Katze ausgefüllt werden. Alle Angaben sind wahrheitsgemäß zu machen und unrichtige Angaben führen zu einer Leistungsverweigerung und zum sofortigen Erlischen der Versicherungspolice.

Ausschluss bei bestehenden und chronischen Krankheiten

In diesem Bereich sind die Leistungsausschlüsse der Versicherer klar so definiert, dass keine Leistungen für bereits bestehende akute oder aber chronische Erkrankungen erfolgen. Ausschlaggebend ist das Bestehen der Krankheit zum Versicherungsbeginn, so dass die Behandlungskosten bei einem akut erkrankten Tier oder einem chronisch kranken Tier dennoch durch den Versicherungsnehmer selbst getragen werden müssen. Weitere Leistungsausschlüsse der Versicherer sind die Kostenübernahme bei notwendigen Behandlungen in Verbindung mit der Deckung, der Trächtigkeit, der Geburt und der Scheinträchtigkeit des versicherten Tieres. Dieser Ausschluss kann insbesondere bei Besitzern von Rassekatzen und von Zuchtkatzen immense Kosten nach sich ziehen. Generell schließen die Versicherungsbedingungen der Katzenkrankenversicherung zudem angeborene Fehlentwicklungen aus, wenn diese bereits zum Stichtag des Antrags bekannt sind. Eine sehr strenge Auflage vereinzelter Versicherer ist es, dann Kosten für eine Krankheit nicht übernommen werden, wenn die vorgeschriebenen Impfungen bei der versicherten Katze nicht durchgeführt wurden. Unabhängig vom Versicherungsträger werden die Kosten für eine Sterilisation oder eine Kastration nicht übernommen. Diese beiden chirurgischen Eingriffe sind in allen Versicherungsbedingungen für die Katzenkrankenversicherung gesondert genannt und ausgenommen.